Zwischen Werra und Fulda, im Gebiet der vorderen Rhön, liegt inmitten wald-reicher Höhenzüge die Gemeinde Schenklengsfeld, die auf eine über 1250 -jährige Geschichte zurückblicken kann.
Das Wahrzeichen der Gemeinde ist die über 1000 Jahre alte Sommerlinde.

Kurt Tucholsky sagte über alte Bäume:
„Ein alter Baum ist ein Stückchen Leben. Er beruhigt. Er erinnert. Er setzt das sinnlos herauf geschraubte Tempo herab, mit dem man unter großem Geklapper am Ort bleibt. Und diese alten Bäume sollen dahingehen, sie, die nicht von heute auf morgen nachwachsen? Die man nicht „nachliefern“ kann?“
Ja man muss sich auch immer vor Augen führen das einen alten Baum der Mensch nicht ersetzen kann. Häuser oder Schlösser lassen sich rekonstruieren. Einen Baum kann man nicht wieder aufbauen.

Unsere Linde

Die Linde in Schenklengsfeld (auch Schenklengsfelder Dorflinde oder Riesenlinde genannt) ist der vielleicht älteste Baum in Deutschland. Die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) steht in Schenklengsfeld, etwa zehn Kilometer südöstlich von Bad Hersfeld im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Unter der Linde wurde mehrere Jahrhunderte lang Gericht gehalten. Bei ihr war auch ein Pranger für den Strafvollzug aufgebaut.
Koordinaten: 50° 49′ 9″ N, 9° 50′ 41″ O

Standort
Die Linde steht auf etwa 318 Meter Höhe über NN auf dem Marktplatz von Schenklengsfeld, das auf einer fruchtbaren Hochebene zwischen dem Seulingswald im Norden und dem Hessischen Kegelspiel im Süden liegt. Der Marktplatz ist leicht nach Süden geneigt und etwa 30 mal 60 Meter groß. Er ist heute komplett gepflastert. Die Linde selbst ist von einer etwa 50 Zentimeter hohen Steinmauer umgeben. Ein Balkengerüst trägt seit mindestens 1900 die Äste der Linde. Zum Innenraum hin hat die Mauer mehrere Durchgänge. Dahinter befindet sich der Sankt-Georg-Brunnen.

Beschreibung
Die Linde besteht aus vier einzelnen Teilen, die jeweils für sich als Bäume erscheinen. Innerhalb der vier Teile, die einem gemeinsamen Wurzelstock entstammen, befindet sich eine größere, durch Steine erhöhte und mit einem Lattenzaun umgrenzte Freifläche von etwa sechs Quadratmetern. Da auch vier einzelne Bäume dazu neigen, zu einem gemeinsamen Wurzelstock zusammenzuwachsen, wenn sie nur nahe genug beieinander stehen, ist noch unbewiesen, ob sich die Linde ursprünglich aus einem Stamm entwickelt hat, der später geborsten ist. Auch heute noch zeigen die Stammteile Wachstum, so dass sich die Distanz zwischen den Teilen jährlich ein Stück vergrößert. Der Wahrheitsgehalt der Legende, die Linde sei vor langer Zeit durch einen Blitzeinschlag geteilt worden, ist allerdings zweifelhaft.[2] Zu einem Zeitpunkt, als der Stamm noch aus einem Stück bestand, sollen auf den Hauptästen Balken und Dielen gelegen haben, die als Tanzpodium dienten.
Die Krone der Linde wird durch waagerecht verlaufende Hauptäste gebildet. Diese werden von einem etwa 65 Meter langen Gerüst gestützt, das auf insgesamt mehr als 80 Balken ruht.[3] Ein paar Äste wachsen im Zentrum der Krone normal in die Höhe. Die ungewöhnliche Wuchsform der waagerechten Hauptäste wurde dadurch erzielt, dass die Krone in die Breite geleitet und damit das Höhenwachstum gemindert wurde. Bei einer Höhe von etwa zehn Metern weist die Krone einen Durchmesser von fast 25 Metern auf. Ob die Leitung der Äste zur Gewinnung von Bast diente, wie das bei anderen Tanzlinden beurkundet ist, ist nicht bekannt. Bei diesem Verfahren wurden die jungen, senkrechten Triebe der geleiteten Linde zur Gewinnung von Bast für Veredelungen in der Apfelzucht abgeschnitten. Damit die Zweige stets in ausreichender Menge geerntet werden konnten, wurden sie nach unten gebogen und in dieser Position fixiert. Dadurch bildeten sich die charakteristischen querstrebenden Äste.

Stammumfang
Die Messung des Stammumfanges gestaltet sich schwierig, da der Stamm aus vier einzelnen, voneinander getrennten Teilen besteht. Man misst um die vier Stammteile herum, die jeweils etwa drei Meter Umfang haben. Dabei wird der fehlende Zwischenraum nicht berücksichtigt. In einem Meter Höhe beträgt der Stammumfang, gemessen auf diese Weise, 17,91 Meter. An der Stelle seines geringsten Durchmessers hat der Stamm einen Umfang von 17,80 Metern. Die Linde weist damit den größten Umfang eines Baumes in Deutschland auf. Eine Messung von Hartwig Goerss im Jahre 1978 ergab in 0,5 Meter Höhe einen Umfang von 17,40 Metern.

Alter
Über das Alter der Linde gibt es verschiedene Angaben. Auf einem Stein, der sich im Zentrum der vier Stammteile befindet, steht Gepflanzt im Jahre 760. Dieses Datum ist identisch mit dem des Kapellenbaus. Danach wäre die Linde heute annähernd 1250 Jahre alt. Von wem und wann der Stein angebracht wurde, ist nicht überliefert. In der ARD-Sendung Deutschlands älteste Bäume am 23. April 2007 wurde die Linde von Stefan Kühn vom Deutschen Baumarchiv mit wahrscheinlich 1000 Jahren oder mehr als ältester Baum in Deutschland vorgestellt Hans Joachim Fröhlich gab 1990 ebenfalls ein Alter von über 1000 und Anette Lenzing 2005 von 1200 bis 1300 Jahren an. In der neuesten Literatur, Deutschlands alte Bäume, wird das Alter der Linde mit 600 bis 1000 Jahren angegeben. Die Minimaleinschätzung von 600 Jahren stammt dabei von Bernd Ullrich, die 1000 Jahre aus Unterlagen des Deutschen Baumarchivs.

Geschichte
Die Linde soll nach den Angaben von T. Rosskopf aus dem Jahre 1964 in Das Landecker Amt im Kreise Hersfeld im Jahre 760 beim Bau einer Kapelle zu Ehren des Ritters Sankt Georg gepflanzt worden sein, wovon ein Stein im Zentrum der vier Stammteile zeugt. Zu diesem Zeitpunkt hieß der Ort noch Lengisfeld. Die Pflanzung der Linde ist jedoch nicht beurkundet. Die Linde diente von 1557 bis 1796 ständig und danach bis weit in das 19. Jahrhundert zeitweise als Gerichtslinde sow ie lange Zeit als Treffpunkt für Tanz und Jahrmarkt. Die Linde ist aufgrund ihrer Besonderheit schon lange als Naturdenkmal ausgewiesen. Basierend auf dem Feld- und Forstpolizeigesetz von 1880 wurde sie bereits 1926 und 1930 in Anordnungen der Kreis- und Ortspolizeibehörde zum Schutz der Naturdenkmale und 1936 nach dem Reichsnaturschutzgesetz geschützt. Im Jahr 1976 wurde die Linde vom Baumchirurgen Michael Maurer für 11.000 DM saniert. Eine weitere Sanierung erfolgte erst kürzlich – und zwar am 16. November 2009 im Auftrag des BUND durch die Firma Gebrüder Wäldchen aus Ulrichstein.

Tanzlinde
Der Baumchirurg Michael Maurer beschreibt das frühere Aussehen und die Nutzung der Linde in seinem Gutachten vom 30. September 1968 folgendermaßen: „Und es ist nicht allein die Schenklengsfelder Linde, deren unteren Astkranz man soweit auszog. Ursprünglich zog man diese Linde hoch in drei Stufen, ja sogar 3 Stufen des Bodens. Dies hängt mit der Einteilung im germanischen Glauben zusammen: Unter dem Baum die Riesen (Teufel), im Baume die Menschen und oben in der dritten Stufe (Himmel) die Asen. Dazu glaubte man, dass der Brauttanz unbedingt im Hause der Freija, der guten Fee, getanzt werden müsste, um Glück zu bringen. Sicherlich war diese Linde auch einmal dreistufig. Genau wie an der berühmten Effeltricher Linde verkümmerte der Mittelstamm durch die zu starke Förderung der untersten Stufe, verhungerte er, starb von oben herab ab. Sicherlich tanzte man vor 200 Jahren noch oben, später unten.“
Michael Maurer: Gutachter

Gerichtslinde
In Schenklengsfeld übten Beamte von 1557 bis 1796 ständig und anschließend bis weit in das 19. Jahrhundert hinein zeitweise das Richteramt aus. Das in der Nähe der Linde gelegene ehemalige Amtshaus in der Landeckerstraße 8 war der Sitz des landgräflich-hessischen Amtmannes, des obersten Richters des Landecker Amtes. Unter der Gerichtslinde wurden die von Karl dem Großen eingeführten Ratsversammlungen als Thing oder Rügegericht abgehalten. Die verurteilten Feldfrevler wurden unter der Linde an einem Pfahl eine oder mehrere Stunden, teilweise auch einen oder mehrere Tage, angekettet. Dies wird belegt durch den Fund eines Schließeisens, mit dem Verurteilte am Pranger befestigt wurden. Hartwig Goerss schrieb 1981 darüber: „In früheren Zeiten fanden unter der Linde die Rügegerichte statt. Sie wurden von der Gemeindevertretung abgehalten und hatten den Zweck, die Feldfrevler zu verurteilen. Diese Missetäter wurden an einen unter der Linde angebrachten Pfahl (Löngestock), an welchem sich ein Schließeisen befand, eine oder mehrere Stunden, oft auch einen ganzen Tag, angeschlossen.“
Hartwig Goers

Heutige Bedeutung
Das Tanztreffen hat sich bis in die heutige Zeit erhalten und wird alle zwei Jahre im Juni als Lindenblütenfest gefeiert. Dabei zeigen Trachtengruppen, Gesangvereine und historische Festzüge Szenen aus der Geschichte. Als Höhepunkt findet zum Abschluss des Festes eine Illuminierung der Linde durch ein Feuerwerk statt. Die Linde ist eine der Sehenswürdigkeiten der Gemeinde.

Hans Karl Schmidt trägt an der 1000-jährigen Linde in Schenklengsfeld das Gedicht „Die Linde“ von Felix v. Brentano vor. Kameraführung: Joachim Dehlis.

Zu einem gemütlichen Abend an der ältesten Linde Deutschlands hatte der Heimatverein Landeck am 15. August 2009 eingeladen.

Gerichtslinde

Gerichtslinden sind eine Form von Gerichtsstätten. Es sind sehr alte Bäume, die einzeln an herausgehobener Stelle in der Nähe eines Dorfes stehen. Unter diesem Baum wurde im Mittelalter das Dorfgericht oder die Ratsversammlung, das sogenannte Thing, unter freiem Himmel abgehalten.
„Im Mittelalter fand das Gericht häufig im Schutz des Baumes statt, bestand doch die Pflicht, das Gericht unter freiem Himmel abzuhalten.
Die zum Schutz der Gerichtsstätten gepflanzten Einzelbäume oder Baumgruppen waren der Häufigkeit nach Linden, Ulmen, Eichen, Fichten und Eschen. Deutlich dominierte die Linde, welcher der Aberglaube besondere vielfältige u. starke magische Wirkungen zuschrieb. So sollte man unter der Linde am sichersten vor Blitzschlag geschützt sein.
Für die Wahl der Linde zum Gerichtsbaum schlechthin waren sicher auch ihr hoher Wuchs, ihr rasches Wachstum, ihre hohe Lebensdauer von mehreren hundert Jahren und ihr dichtes Blätterdach bestimmend. Hinzu kommt, dass die Linde relativ gut Eingriffen von Menschenhand standhält, etwa das Abstützen und Umleiten der Äste, um den geschützten Bereich zu vergrößern oder um in ihrer Krone eine Tanzdiele einzurichten.
Die enge Verbindung von Linde und Gericht kommt in einigen Gegenden Deutschlands auch darin zum Ausdruck, dass das Wort Linde synonym für Gericht gebraucht wird.“

Sommerlinde

Woran denken Sie beim Anblick einer großen Sommerlinde, wie sie im Arboretum des Botanischen Gartens steht? An den wunderbaren Duft der Lindenblüten?
An ein Biergartengetränk im Gasthaus „Zur Linde“? An die zum Teil über Tausend Jahre alten „Tanzlinden“ und „Gerichtslinden“, die noch den Mittelpunkt alter Dorfkerne markieren? An die schweißtreibende Wirkung des Lindenblütentees bei Erkältungen? Vielleicht an einen netten Spaziergang „Unter den Linden“ in Berlin? Oder an die klebrigen Blattlaussekrete auf dem versehentlich unter einer Linde geparkten Auto? Alles richtig, aber hier soll der Blick auf einen ganz anderen Aspekt gelenkt werden, nämlich auf die wundersame Welt der kleinen Lebewesen, die auf und zum Teil auch in den Blättern der Linde leben.
Aber zunächst zur Sommerlinde (Tilia platyphyllos). In unseren Wäldern ist die Linde relativ selten. Sie ist charakteristisch für montane Buchenmischwäldern, in denen sie gemeinsam mit Bergahorn und Ulme vereinzelt vorkommt. Typische Standorte sind Schlucht- oder Hangwälder mit feuchtem steinigem Untergrund.
Die Sommerlinde ist oft nur schwer von der Winterlinde (Tilia cordata) und von der Holländischen Linde (Tilia x vulgaris), einer Kreuzung zwischen Sommer- und Winterlinde, zu unterscheiden.
Die Sommerlinde blüht etwa 14 Tage früher als die Winterlinde, und ihre Blätter sind beiderseits leicht behaart, während die Blätter der Winterlinde kahl sind. Zudem sind die kleinen Haarbüschel auf der Blattunterseite in den Achseln der Blattadern bei der Sommerlinde weißlich und bei der Winterlinde bräunlich. Aber diese Merkmale sind nicht immer klar zu unterscheiden. Das Holz beider Arten ist relativ leicht, weich und gleichmäßig; es wird vor allem von Holzbildhauern geschätzt.
Wenn man die Lindenblätter genauer betrachtet, kann man auf den Blattoberseiten oft eigenartige rote Hörnchen entdecken. Diese auffälligen Gebilde gehören in die große Gruppe der Pflanzengallen.
Das sind Wucherungen des Pflanzengewebes, die von einer Vielzahl unterschiedlicher Parasiten (Viren, Bakterien, Pilzen, Fadenwürmern, Milben, Blattläusen, Mücken, Fliegen oder Wespen) hervorgerufen werden können.
Die Parasiten sind meist an eine spezielle Pflanzenart gebunden und lösen eine artspezifische Gallenbildung aus. Die Galle dient ihrem Schutz und ihrer Ernährung.
Man kann anhand der Gallenmerkmale leicht den verursachenden Parasiten
bestimmen. Die roten Hörnchen auf den Blättern der Sommerlinde werden von der Lindengallmilbe (Eriophyes tiliae) verursacht.

Tanzlinde

Eine Tanzlinde ist eine Linde, die der Mittelpunkt dörflicher Tanzfeste und Bräuche war. Tanzlinden im engeren Sinne sind eine besondere Form von geleiteten Linden. Ursprünglich wurden als Tanzlinden nur geleitete Linden bezeichnet, die Podeste trugen, damit in der Baumkrone getanzt werden konnte.
Tanzlinden im weiteren Sinne sind geleitete Linden, bei denen am Boden unter der Linde oder außerhalb des Astbereiches um sie herum getanzt wird.
Sonstige Tanzlinden sind Linden, die im Mittelpunkt von Tanzbräuchen stehen oder standen, ohne einer besonderen Formgebung unterzogen worden zu sein und ohne über Gerüstkonstruktionen zu verfügen.
Die beiden Hauptformen gehören zur übergeordneten Kategorie der „Geleiteten Linden“; darunter fallen Linden, deren an Tanzlinden erinnernde Formgebungen nichts mit Tanzgebräuchen zu tun haben sowie andere Lindenformen wie z. B. Linden-Lauben.
Bei beiden geleiteten Hauptformen der Tanzlinden ist um den Stamm der Linde, auf Höhe des unteren Astkranzes, ein Gerüst gebaut, das u. a. dem Verziehen der Äste dient. Diese Bäumen sind in der Regel nicht nur Naturdenkmale, sondern oftmals auch Baudenkmale, die einem kulturellen Zweck, meist den dörflichen Traditionen und Tanzbräuchen in Zusammenhang mit Kirchweihfesten, dienen; auf dieser Vereinigung dreier Elemente beruht die besondere, weit über die Standortdörfer und -regionen hinausgehende kulturelle Bedeutung der Tanzlinden. Tanzlinden im engeren Sinne
Bei den Tanzlinden im engeren Sinne wachsen die Äste des untersten Astkranzes, meist in einer Höhe zwischen zwei Metern und drei Metern unter einem Gerüst aus massiven Holzbalken entlang und dann außerhalb an laubenartigen (über-)mannshohen Spalieren mit Fensterausschnitten oder an Balustraden wieder nach oben, so dass es aussieht, als ob die Äste die Balkenkonstruktion trügen. Tatsächlich werden diese Konstruktionen aber hauptsächlich von Säulen aus Sandstein oder Holz getragen (manchmal auch Metall) und die am Rand der Baumkrone ringförmig um den Stamm mit Radien zwischen drei Metern und fünf Metern angeordnet sind; je nach statischem Bedarf werden manchmal Säulen innerhalb des Ringes aufgestellt. Die horizontale Balkenlage ist entweder dauerhaft oder nur zu den Tanzfesten mit Brettern belegt; diese Tanzfläche ist über eine Treppe zu erreichen. So entstehen imposante, luftige Baumpavillons, die Tanzpaaren und manchmal sogar den Musikkapellen Platz bieten, früher angeblich manchmal sogar auf zwei Ebenen verteilt.

Lindenblütenfest und Abend unter der Linde

Den ersten „Abend unter der Linde“, so der erste Vorsitzende des Heimatvereins, Karl Honikel, gab es gegen Ende der 50er Jahre. Angeregt wurde die Feier vom damaligen Vorsitzenden Heinrich Strack. Es entwickelte sich daraus das „Lindenblütenfest“, das zunächst auf dem Platz an der Linde stattfand. Als es beliebter wurde und schließlich mit einem Umzug durch das Dorf gefeiert wurde, haben mehrere Ortsvereine, unter Leitung des Heimatvereins, die Trägerschaft übernommen. In den 70ern begann die TVG (Trachten- und Volkstanzgruppe) Schenklengsfeld, unter der Leitung von Brigitte Ruppel und Werner Henkel internationale Trachtenfeste zu organisieren.
Oftmals mit Trachten- und Volkstanzgruppen aus verschiedenen Ländern. Schon bald hatten die Feste einen so großen Rahmen, dass sie nicht mehr auf dem Platz an der Linde durchgeführt werden konnten. Nun feierte man, im Wechsel von zwei Jahren, das „Lindenblütenfest“ der Ortsvereine und das internationale „Trachten- und Volkstanztreffen“ der TVG.
Beide Feste mussten schließlich, außerhalb der Dorfmitte, auf freien Plätzen abgehalten werden. So auch einige Jahre auf dem Parkplatz an der Gesamt-schule.
Schon bald fanden am Fest-Sonntag Umzüge durch das Dorf, mit über 50 Motivwagen und -gruppen, sowie einigen Musik- und Spielmannszügen, statt. Begleitet wurden diese beliebten Veranstaltungen im großen Festzelt von Disco, Heimatabend am Samstag und Ausklang am Montagabend bei unterhaltsamer Musik und deftigem Essen.
Warum es Mitte der 90er Jahre zu einem Rückgang der Besucherzahlen kam, ist nicht bekannt. Jedenfalls fanden die Feste nicht mehr statt und es wurde nach einem Ersatz gesucht. Inzwischen wird, unter Regie der Ortsvereine, das „Lindenblütenfest“ in einem etwas kleineren Rahmen an der Linde gefeiert. Es wechselt jährlich mit dem „Abend unter der Linde“, den der Heimatverein gestaltet und durchführt.