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Schenklengsfeld

Zwischen Werra und Fulda, im Gebiet der vorderen Rh├Ân, liegt inmitten waldreicher H├Âhenz├╝ge die Gemeinde Schenklengsfeld, die auf eine ├╝ber 1200-j├Ąhrige Geschichte zur├╝ckblicken kann.

Dem Feriengast bietet sie vielf├Ąltige M├Âglichkeiten der Entspannung. Von hier aus erschlie├čt sich das gesamte Gebiet der Vorderrh├Ân, das sich mit seinen vulkanischen Kegelbergen und malerischen Ansiedlungen dem Betrachter darbietet. Idyllische Wege f├╝hren den Wanderer in eine Natur, die, abseits von L├Ąrm und Getriebe unserer Zeit, ihre urspr├╝ngliche Sch├Ânheit bewahrt hat. Zahlreiche Ruheb├Ąnke laden den Feriengast zum Verweilen ein und geben ihm die M├Âglichkeit, die freundliche und abwechslungsreiche Landschaft zu genie├čen. Empfehlenswert ist auch ein Besuch bei Eckhard Hahn, dem Imker vom Landecker Amt.

Sehenswerte Kulturdenkm├Ąler aus vergangenen Zeiten sowie botanische Seltenheiten auf dem Landecker- und dem Dreienberg sind Anziehungspunkte f├╝r den interessierten Besucher. Vom Aussichtsturm auf dem Soisberg schweift der Blick bis hin├╝ber nach Th├╝ringen.

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Schenklengsfelder Dorflinde

├ťber die 1000 Jahre alte Linde in Schenklengsfeld schreibt Peter Rosskopf in seinem Buch
"Das Landecker Amt im Kreis Hersfeld":Der Ritter St. Georg wurde von den Bewohnern des Ortes Lengsfeld zum Schutzheiligen erhoben und ihm zu Ehren wurde eine Kapelle gebaut. Hiermit d├╝rfte das Anpflanzen der Linde verbunden gewesen seinund das bezeichnete Alter derselben w├Ąre sonach eher h├Âher als niedriger.Der ├ťberlieferung nach ist sie fr├╝her ein starker Baum gewesen, welcher durch einen Blitzschlag in vier Teile geborsten sein soll. In dieser Form sehen wir sie heute noch.
Das Hist├Ârchen erz├Ąhlt sich ganz gut, ist aber wenig glaubhaft. Sieht man einen Baum, den der Blitz getroffen hat, so ist nicht anzunehmen, dass der Blitz so regelrecht gespalten haben soll, der Riese w├Ąre sicher nicht so glimpflich davongekommen. Wohl ist anzunehmen, dass die ├äste des ungeheuren Baumes, die, wie bei jedem alten Lindenbaum, fast waagerecht gewachsen, wegen ihrer eigenen Schwere schon zur Zeit, als der Baum noch gesunder, vielleicht vor Jahrhunderten, durch ein Geb├Ąlk unterst├╝tzt waren.Der Kern des Baumes ist nach und nach verfault, was jedoch auf die ├äste, da sie anderweitig gest├╝tzt waren, nicht mehr nachteilig einwirkte, besonders, da sie ihre Nahrung aus der Rinde des Stammes sogen.Der Umfang der vier Teile des Stammes betr├Ągt etwa 18 m, der Hohlraum zwischen desselben betr├Ągt 2 bis 3 qm. Der Umfang des auf einem Ger├╝st von ungef├Ąhr 80 Balken liegenden Ge├Ąstes betr├Ągt ungef├Ąhr 110 m. Eine Mauer von einem Meter H├Âhe umrahmt das umfangreiche Ger├╝st. Die gr├╝nende und allj├Ąhrlich in voller Bl├╝te stehende Linde ist der Schmuck der ganzen Umgebung, und zahlreiche Fremde lenken allj├Ąhrlich ihre Schritte dorthin, um dieses wohl einzigartige Naturdenkmal zu bewundern. Sie ist ├╝brigens ein beliebter Spielplatz f├╝r die Jugend. Die fr├╝her so beliebten Kletter├╝bungen auf den ├ästen derselben und das Abschneiden von ├ästen zu Pfeilen und Schalmeien, ebenso das Abpfl├╝cken der Bl├╝te sind streng untersagt worden.In fr├╝heren Zeiten fanden unter der Linde die R├╝gegerichte und auch die Jahrm├Ąrkte statt, au├čerdem wurden damals, wie auch heute noch, unter dem herrlichen Lindendache Tanzvergn├╝gungen abgehalten (... im j├Ąhrlichen Wechsel das "Lindenbl├╝tenfest" und der "Abend unter der Linde").Die oben erw├Ąhnten R├╝gegerichte wurden von der Gemeindevertretung abgehalten und hatten den Zweck, die Feldfrevler zu verurteilen. Diese Misset├Ąter wurden, je nachdem der Fall leicht oder schwer war, an den Pranger gestellt, das hei├čt sie wurden an einem unter der Linde angebrachten Pfahl (L├Ângestock), an welchem sich ein Schlie├čeisen befand, eine oder mehrere Stunden, oft auch einen ganzen Tag, angeschlossen.
Diese Gerichte haben sich bis in die 50er Jahre des vorvorigen Jahrhunderts erhalten. Alte Leute wissen noch davon zu erz├Ąhlen. Ein Aktenst├╝ck ├╝ber die R├╝gegerichte befindet sich im Archiv zu Marburg. Im 17. Jahrhundert sind mit der Regierung in Kassel Verhandlungen ├╝ber das R├╝gegerichtswesen gepflogen worden. Die R├╝gegerichte wurden von Karl dem Gro├čen eingef├╝hrt.Im Jahre 1930 wurde die Linde neu eingefasst und gest├╝tzt.

Im Jahre 1976 wurde die Linde f├╝r 11.000 DM von dem bekannten Baumchiruren Maurer saniert.

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