Sammlerecke


Alte und neue Ansichtskarten aus unserer Gemeinde

Ankauf - Verkauf - Tausch
Nur von Privat an Privat - kein Händler

Vorwort von Gerhard Oehling

Die Geschichte der Ansichtskarte


Allein im Jahre 1899 wurden in Deutschland 88 Millionen Ansichtskarten produziert. Dieser enorme Anstieg der abgedruckten Bilder lässt sich auf die Sammelleidenschaft vieler Menschen zurückführen: In den Städten wurden Sammlervereine gegründet und erste Sammlerzeitschriften herausgegeben. 1900 hatte eine Frankfurter Fabrik 1200 Angestellte, an jedem Tag wurden bis zu hundert neue Motive produziert.
Aus dem Jahr 1893 stammt auch meine älteste Ansichtskarte der Sammlung. Sie wurde von der Kunst-Anstalt Rosenblatt / Frankfurt am Main herausgegeben. Bis 1905 durfte auf der Vorderseite nur die Anschrift stehen, es entstand somit wenig Platz für Mitteilungen. Nur die Bildseite konnte in diesem Fall beschriftet werden.
Nach1905 wurde die Adressseite halbiert und der linke Teil stand für Mitteilungen zur Verfügung (auch heute noch üblich). Bis 1908 wurden Postkarten 2 - dreimal gestempelt. Ein Stempel entwertete die Briefmarke und daneben wurde ein zweiter, lesbarer hinzu gesetzt. Daraus lässt sich erkennen wie schnell die Post vor 100 Jahren war. Die Postzustellung erfolgte bis zu dreimal am Tag.
Wie schon erwähnt wurde, hatte sich die Industrie (etwa 1897) auf das neue Medium Postkarte eingestellt. Aus dieser Zeit stammen auch die schönsten Lithographiekarten aus Schenklengsfeld. Die Karten wurden vom Verleger nummeriert, später wurde darauf verzichtet. Ab 1900 wurden die Straßen und Gesamtansichten fotografiert und als Postkarte gedruckt. Betrachtet man sich nun die Entwicklung der Postkarte, so kann man deutschlandweit feststellen, dass die Ansichtskartenindustrie zwischen 1918 und 1939 eine Flaute erlebte.
Aus den benachbarten Orten gibt es weniger Postkarten als aus Schenklengsfeld. Eines ist in der 100-jährigen Geschichte der Postkarte bis in die heutige Zeit erhalten geblieben: es wurden und werden immer die schönsten Ansichten auf 10 x 15 cm großem Papier abgedruckt.

Mit freundlichem Sammlergruß


Ansichtskarten von Gerhard Oehling


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Waldgaststätte und Ausflugslokal im "Hüttenbachgrund", die zwischen Malkomes, Sorga und Dinkelrode lag. Beliebtes Ausflugsziel, natürlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad. "Besonders viel los war an Himmelfahrt und am 1. Mai, dann stand hier ein Tanzpodium".Errichtet worden war die spätere Waldgaststätte im 2. Weltkrieg, in den Jahren 1942/43, als militärischer Stützpunkt (Unterstand) der Hersfelder Kaserne.Die Ausmalung des Gastraumes (Bäume) wurde von einem Soldaten ausgeführt und in den 1960er Jahren mit Tapete neu überklebt. Die Aufgabe und der vollständige Abriss des Lokales erfolgte 1970/71. Heute sieht man an der Abbruchstelle nur Bäume und eine Informationstafel. Text: Gerhard Oehling






 



Ansichtskarten von Johannes Hesse


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Ansichtskarte von Karl Honikel


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Innenansicht der Mauritius-Kirche in Schenklengsfeld.Das Foto stammt aus Mitte der dreißiger Jahre, als auf Veranlassung von Pfrarrer Gustav Boos der Taufstein aus dem Museum in Bad Hersfeld zurück in der Kirche kam und hinter dem Altar aufgestellt wurde. Hinten im Altarraum ist das Chorgestühl zu sehen, in dem die Kirchenältesten früher ihren Platz hatten. Ganz rechts sieht man die Gedenktafeln für die Gefallenen der Weltkriege. Auch sind die Bänke rechts dicht gestellt und zum Mittelgang hin orientiert. Das lange Fenster im Hintergrund besitzt noch nicht die farbigen Darstellungen mit Szenen aus der Bibel. (Karl Honikel)



Ansichtskarten von Wolfgang Boos


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