Garten

Hobbygärtner trafen sich unter der Schenklengsfelder Linde

Hersfelder Zeitung vom 30.04.2019

Emsiges Treiben herrschte am Sonntag unter der Schenklengsfelder Linde. Auch Stationen mit Aktionen für Kinder wurden angeboten.

Alles, was das Herz des Hobbygärtners höherschlagen lässt, von A wie Ableger bis Z wie Zwiebel, gab es am Sonntagvormittag unter der 1200-jährigen Schenklengsfelder Linde

Bei der 1. Pflanzentauschbörse des Heimatvereins boten zahlreiche Gartenliebhaber ihren Überschuss an Samen, Stecklingen oder Zwiebeln zum Tausch gegen andere Pflanzen oder eine kleine Spende an.

Es war eine Gelegenheit für alle, die noch etwas fürs Frühbeet oder ihre Blumenrabatte suchten. Wie die Initiatorin der Tauschbörse, Gabriele Appelshäuser-Wenke erklärte, möchte der Heimatverein Schenklengsfeld mit der Veranstaltung einerseits ein Zeichen in Richtung Nachhaltigkeit setzen und darüber hinaus auch um neue Mitglieder werben. Die nächste Tauschbörse soll bereits im September parallel zum „Weinbergfest“ der Schenklengsfelder Weinbergfreunde stattfinden. Dann sollen die Erträge einer hoffentlich guten Gartensaison in Form von Obst und Gemüse angeboten werden. Nähere Informationen zum Heimatverein gibt es unter www.heimatverein-schenklengsfeld.de.

VON THOMAS LANDSIEDEL

LAUB IM GARTEN IST KEIN ABFALL

Dünger und Dämmung
Viele betrachten Laub als lästigen Abfall. An den richtigen Stellen im Garten eingesetzt, können die abgefallenen Blätter jedoch sehr nützlich sein. So eignen sie sich zum Beispiel hervorragend für die Herstellung von nährstoffreichem Mulchkompost. Es ist ganz leicht: Zuerst das Laub mit dem Rasenmäher oder Gartenhäcksler zerkleinern. Der Verrottungsprozess ist dann dreimal so schnell wie normal. Anschließend die klein geschredderten Blätter in einen gut isolierenden Thermokomposter (z.B. von Neudorff) streuen, mit Radivit Kompost-Beschleuniger mischen, etwas Wasser hinzugeben und schon entsteht in wenigen Wochen guter Kompost. Oder das Laub in einer 15 bis 20 Zentimeter dicken Schicht auf den Beeten verteilen und mit Radivit überstreuen. Bis zum Frühjahr hat es sich zersetzt und verbessert den Boden. Laub lässt sich auch als Schutz für kälteempfindliche Stauden und zur Überwinterung wertvoller Nützlinge einsetzen. Marienkäfer oder Igel verkriechen sich darin und stehen im nächsten Frühjahr rechtzeitig bereit, um Schädlinge zu vertilgen. Deswegen am besten in den Gartenecken ein oder zwei größere Laubhaufen einfach liegen lassen.

KOMPOST STÄRKT GARTENPFLANZEN

Gartenbesitzer wissen ihre organischen Abfälle zu schätzen. Denn gut zersetzt, liefert der Kompost kostenlos natürliche Nährstoffe für ein kräftiges Pflanzenwachstum. Damit die Kompostierung nicht länger als nötig dauert, empfiehlt es sich, Gartenabfälle zu zerkleinern, in einen doppelwandig isolierten Thermokomposter zu geben und mit Radivit Kompost-Beschleuniger zu mischen. Die Temperatur im Inneren des Silos steigt dann bis auf 70 Grad, was die Umwandlung in Kompost ankurbelt. Nach einiger Zeit die zuletzt aufgefüllte Schicht kräftig durchmischen und gegebenenfalls mit Wasser anfeuchten. Faustregel: Der Kompost sollte stets so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Bereits acht bis zehn Wochen später ist ein nährstoffreicher Schnellkompost entstanden, der hervorragend zum Mulchen geeignet ist: Der Boden wird mit Humus angereichert, die Bodenstruktur verbessert und die Widerstandskraft der Pflanzen gestärkt.